James Dyson
November 1, 2007 by Henry Jakob Schmidt
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Sir James Dyson (* 2. Mai 1947 in Norfolk) ist ein britischer Erfinder, Unternehmer und Künstler. Bekannt wurde er durch den nach ihm benannten beutellosen Staubsauger, der nach dem Prinzip der Fliehkraftabscheider funktioniert. Dyson besuchte die Gresham’s School in Norfolk und studierte von 1966 bis 1970 Möbeldesign und Innenarchitektur am Royal College of Art, ehe er sich dann der Technik zuwandte. Nachdem er beobachtet hatte, dass bei herkömmlichen Staubsaugern die Saugleistung mit zunehmendem Füllstand des Staubbeutels abnimmt, konstruierte er Mitte der 1980er Jahre einen Staubsauger, der nach einem anderen Prinzip arbeitet. Das Modell G force wurde im Jahr 1990 vorgestellt und umgehend von einer japanischen Firma lizenziert, die es zu einem Preis von 2000 Dollar je Gerät verkaufte. Aus den Lizenzeinnahmen gründete Dyson eine eigene Firma mit Entwicklungsabteilung in Malmesbury (Wiltshire) und brachte verbesserte Nachfolgemodelle auf den Markt. Während seine Idee anfangs von den anderen Staubsauger-Herstellern abgelehnt wurde, hat Dyson diese Hersteller heute teilweise überrundet; beispielsweise wurde Anfang 2005 berichtet, die Firma sei in den Vereinigten Staaten der Marktführer (nach Umsatz, nicht nach Stückzahlen). Inzwischen haben auch andere große Staubsauger-Hersteller beutellose Staubsauger entwickelt; Dyson verklagte Hoover auf Patentverletzung und bekam rund fünf Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen.
Inzwischen wurde die Fertigung von Großbritannien nach Malaysia verlagert, teils aus Kostengründen, teils wegen Schwierigkeiten, die Fabrik vergrößern zu können. Die Verwaltung und Entwicklung bleiben jedoch am alten Standort.
Weitere Produkte der Firma Dyson sind unter Anderem eine Schubkarre, die einen Ball statt eines Rades hat, was das Schieben vereinfacht, sowie eine Waschmaschine mit zwei gegenläufig rotierenden Trommeln. Eine Besonderheit an Dyson-Produkten sind die auffälligen Farben und das charakteristische Design. Beispielsweise ist bei den Staubsaugern die zylindrische Abscheidungskammer ein zentrales Design-Element.
Im Jahr 2002 machte sich Dyson daran, die optischen Täuschungen des niederländischen Künstlers M.C. Escher Realität werden zu lassen. Der Ingenieur Derek Phillips bewältigte diese Aufgabe und erschuf im Lauf eines Jahres eine Skulptur, in der das Wasser scheinbar über vier im Quadrat angeordnete Rampen nach oben fließt und dann in Wasserfällen hinunter zum Fuß der jeweils nächsten Rampe fällt. Das Werk mit dem Titel Wrong Garden wurde im Frühjahr 2003 auf der Chelsea Flower Show gezeigt.
Es basiert darauf, dass mit Luftblasen angereichertes Wasser unter einer durchsichtigen Plexiglasscheibe nach oben zum Wasserfall gepumpt wird, so dass das Wasser auf den Rampen scheinbar nach oben fließt, jedoch als dünner Film über dem Plexiglas nach unten läuft; was man sieht, sind die Luftblasen des nach oben gepumpten Wassers unter dem Plexiglas.

