#2: Lieblingsdinge von Henry Schmidt

Bredemeijer-Teekanne

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Die Teekanne ist ein Geschenk von Familie Helmers aus Ostfriesland. Bredemeijer-Teekannen (aus Holland) sind in Ostfriesland Tradition. Und Tee getrunken wird dort bekanntermaßen viel. So gesehen dürfte in vielen (guten!) Ostfriesischen-Haushalten eine Bredemeijer-Kanne ein echtes “Lieblingsding” sein. So auch bei mir, als Ganzjahres-Teetrinker. Die Kanne hat aber auch echte Vorteile: Die Schnute mit der harten Kante schneidet die Tropfen perfekt ab, es tropft also nichts. Der stabile Kunststoffgriff leitet keine Hitze und liegt auch beim Gießen gut in der Hand. Der Holzuntersetzer könnte noch schlichter sein, ist aber praktisch. > Mehr …

Opinel

opinelAls ich etwa Acht war, brachte mir meine Mutter von einer Elsass Reise ein kleines Opinel Messerchen mit. Ich war begeistert - ein Messer, Hurra! Es war Sommer, also steckte ich es gleich in die Hosentasche meiner Shorts und rannte begeistert nach draußen und erklimmte wenig später meinen Lieblingsbaum. Auf meinem Lieblingsast meines Lieblingsbaumes angekommen, griff ich in meine Tasche, um mit dem neuen Messerechen meine Initialien ins Holz zu ritzen. Aber das Messer war weg. Ich suchte unter dem Baum, zwanzigmal an diesem Tag, den ganzen Weg zurück und noch Tage danach und heulte jämmerlich. So eng können Glück und Unglück also beieinander liegen. Die Versicherung, dass ich ein neues bekäme nutzte nichts. Ich bekam auch nie ein neues. Den Baum gibt es immer noch und die fehlenden Initialien erinnern mich noch heute an: Opinel. Überhaupt wurde das Opinel dadurch enorm aufgeladen. Als ich mir irgendwann selbst eines kaufte (die klassische Größe), war ich fast erstaunt wie simpel das Messer ist. > Mehr …

Der Zimmermann

zimmerersiegelIn frühen Zeiten war wohl jeder Hausbesitzer auch ein Zimmermann, da er sich sein Haus meist selbst zimmern musste. Als sich später die Berufe mehr und mehr spezialisierten, wurde auch der Zimmererberuf eigenständig. Durch die Herausbildung von Zünften und der Geheimhaltung besonders wichtiger und interessanter Arbeitstechniken (Dachausmittlung, Schiftung oder Vergatterung) im Mittelalter wurde der Zimmermann, vor allem in der Stadt, unentbehrlich.Vor allem Prestigebauten wie Rathäuser oder Zunfthäuser mit ihren aufwändigen Dachformen konnten von keinem Laien mehr ohne weiteres gebaut werden. Ein erfahrener Zimmermeister wurde verpflichtet. Dieser hütete seine Kunst und gab sie nur an einen auserwählten Zunftkollegen, meist auch ein Meisterssohn, weiter. Selbst gegenüber seinen Gesellen blieb er vorsichtig. Wichtige Arbeiten wie das Aufschnüren des Daches auf dem Reißboden übernahm er daher selbst. > Mehr …