Böker Baumwerk Jubiläumsmesser
Februar 11, 2009 by Henry Jakob Schmidt
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Solingen - Auf der Messe Ambiente werden zwei exklusive Messer aus Damaststahl vorgestellt. Hochwertige Produkte kommen an und die Nachfrage nach exklusiven, handgeschmiedeten Messern wächst, wissen Kirsten Schulz-Dalichow und Andrea Felix-Dalichow. Sie kümmern sich in der Messer-Manufaktur Böker Baumwerk um die Produktion und das Marketing. “Wir haben uns in einer kleinen, feinen und hochwertigen Nische positioniert”, sagen die beiden und blicken nun auf die Frankfurter Messe Ambiente. Denn ab kommenden Freitag will das mittlerweile 140 Jahre alte Unternehmen von der Schützenstraße gleich zwei Weltpremieren dort präsentieren: Böker Damast Superior und Böker Damast Rose. “Wir haben insgesamt vor, anlässlich des 140. Geburtstages des Unternehmens jeden Monat ein neues Produkt vorzustellen”, sagt Schulz-Dalichow. Ein Dutzend Neuheiten sind also vorgesehen; Auftakt bildete im Januar ein Sportmesser, erstmals mit Griffschalen aus geflammter Kastanie – dem Baum des Böker Warenzeichens – in limitierter Auflage von 1869 Stück. 1869 ist das Gründungsjahr der Firma.

Daten
1869 gründete Heinrich Böker die Messer-Manufaktur. Als Warenzeichen wählte der Gründer einen mächtigen Kastanienbaum, der auf dem Fabrikgelände stand. Böker ist heute im Hauptsegment der Sport- und Sammlermesser einer der führenden Hersteller hochwertiger Messer.
In Solingen wird alles von Hand gefertigt, 70 Mitarbeiter sind hier beschäftigt. Tochtergesellschaften gibt es in Denver (USA) und in Buenos Aires (Argentinien).
150 Arbeitsschritte
Zunächst steht für Böker Baumwerk, das Kochmesser, ausgefallene Rasiermesser und vor allem auch Sport- und Sammlermesser herstellt, aber die Messe Ambiente im Blickpunkt. Mit dem Damast Superior, ein Messer aus über 300 Lagen Damaststahl gefertigt und mit einem Griff aus dem afrikanischen Hartholz Grenadill, “wollen wir insbesondere den Mann ansprechen”, sagt Andrea Felix-Dalichow, “Profiköche ebenso wie ambitionierte Hobbyköche”, ergänzt sie. Rund 150 Arbeitsschritte sind erforderlich, bis so ein Messer von Hand fertiggestellt ist. “Ein solches Messer in dieser Form hat es in Serie noch nicht gegeben”, sagt Kirsten Schulz-Dalichow. Ein derartig aufwändig hergestelltes Kochmesser hat indes seinen Preis: 1495 Euro kostet es, jedes Böker-Messer wird zudem mit Seriennummer und Echtheitszertifikat versehen – auch das mache die Exklusivität aus und komme bei den Kunden an.

