Landmaschinen Marke Eigenbau aus der DDR

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Sonderausstellung in der Fotogalerie des Deutschen Technikmuseums vom 3. März 2009 bis 28. Juni 2009

Mit über 40 Farbfotos dokumentieren die beiden Fotografen Bernd Hiepe und Erasmus Schröter den Einfallsreichtum und die Findigkeit von Menschen, sich in einer Mangelwirtschaft selbst zu helfen. Traktoren Marke Eigenbau, auch „Benzinkühe“ oder „Esel“ genannt, wurden in der DDR oftmals eingesetzt, um das kleine eigene Stück Land zu bestellen. Es gab keine landwirtschaftlichen Kleingeräte wie im Westen zu kaufen und die großdimensionierte Technik der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) war nicht geeignet für die Bearbeitung der eigenen Scholle. Findige Köpfe mit handwerklichem Geschick und Organisationstalent bauten sich ihre Landmaschinen selber. Aus Einzelteilen von alten Land- und Baumaschinen, Militärfahrzeugen, diversen LKW, PKW oder Motorrädern entstanden die kuriosesten Vehikel. > Mehr …

Universal-Motor-Gerät (Unimog)

unimogErste Zeichnungen von Albert Friedrich 1945 zeigen ein „motorgetriebenes Universalgerät für die Landwirtschaft“, die Bezeichnung „Unimog“ gibt es noch nicht. Allradantrieb und vier gleich große Räder kennzeichnen das schlichte Fahrzeug, das mit 25 PS als Schlepper, landwirtschaftliches Gerät, stationäre Antriebsmaschine und Lieferfahrzeug für die Agrarwirtschaft gedacht ist; an die vielfältigen späteren Einsatzmöglichkeiten denkt in der Nachkriegszeit noch niemand. Sechs Geschwindigkeiten bis 50 km/h sind geplant, Antrieb für Landgeräte vorn, Schleppeinrichtung hinten, Laderaum in der Mitte. Alles zusammen ein simples, aber trotzdem ungewöhnliches Konzept, das sich von herkömmlichen Traktoren abhebt.Am 1. Dezember 1945 schließt Albert Friedrich einen Produktionsvertrag mit der Firma Erhard & Söhne aus Schwäbisch Gmünd. Am 1. Januar 1946 beginnt das Unternehmen „Allzwecktraktor“. > Mehr …