Shaker´s Tisch

shaker_tisch_slide

Abb.: Klassische Tischform und Verarbeitung der Shaker (Nachbau mit Kirschholz).

In ihren Möbeln spiegelt sich der asketische Lebensethos der Shaker - Gebrauchsgegenstände sollten nicht mit einer überflüssigen Ornamentik von Arbeit und Andacht ablenken. In dem Verzicht auf Ornamente und Verzierungen setzte sich der Möbelstil der Shaker im 19. Jahrhundert deutlich von den vorherrschenden und wechselnden Stilen des Historismus ab. In ihrer formalen Strenge, der klaren Linienführung, der Orientierung auf Nützlichkeit und hohe Funktionalität zeigen die Shaker-Möbel aber Parallelen zur englischen Arts and Crafts-Bewegung. Die Objekte sind aus örtlichen Hölzern (zum Beispiel Pinie, Ahorn, Nussbaum) gefertigt. Typisch für die Wohnräume der Shaker war eine umlaufende waagerechte hölzerne Leiste, in die in regelmäßigen Abstanden gedrechselte Haken eingelassen waren. Dort konnten Kleidungsstücke, Werkzeuge und während des Säuberns des Fußbodens auch die Stühle aufgehängt werden. > Mehr …

WG 24

Februar 7, 2009 by Henry Jakob Schmidt  
Abgelegt unter Germany, Haus & Wohnen, Lampen, Made in..., Möbel

wagenfeld1

Die Wg 24 entwickelte der Schweizer Bauhausmitarbeiter G. J. Jucker aus der Bauhauslampe die Wilhelm Wagenfeld im Auftrag des damaligen Leiter der Metallwerkstatt Làszlò Moholy-Nagy in Metall entworfen hatte und die unter der Bezeichnung Wa24 in die Designgeschichte einging. Beide Bauhauslampen erfreuen sich nach wie vor grösster Beliebtheit. Wilhelm Wagenfeld wurde 1900 in Bremen geboren. Nach einer Lehre als Silberschmied wirkte er von 1923 bis 1925 am Bauhaus. Später unterrichtete er an der Staatlichen Bauhochschule in Weimar. U. a. als künstlerischer Leiter der Lausitzer Glaswerke wurde er zu einem der bedeutendesten Industriedesigner seiner Zeit.

Michael Thonet

thonet1Michael Thonet (* 2. Juli 1796 in Boppard, Deutschland; † 3. März 1871 in Wien) war ein deutsch-österreichischer Tischlermeister und Industrieller und gilt weltweit als Pionier des Möbeldesigns. Thonet war der Sohn des Gerbermeisters Franz Anton Thonet aus Boppard. Nach einer Tischlerlehre machte sich Thonet 1819 als Möbeltischler selbstständig. Bereits ein Jahr später heiratete er Anna Grahs. Mit ihr hatte er sieben Söhne, von denen zwei allerdings bereits im Kleinkindalter starben. Auch seine 6 Töchter überlebten allesamt das Kleinkindalter nicht.Ab 1830 begann Thonet mit Versuchen, aus verleimten und gebogenen Holzleisten Möbel herzustellen. 1836 gab es mit dem Bopparder Schichtholzstuhl einen ersten Erfolg. Den für diese Arbeitsweise benötigten Leim lieferte die Michelsmühle aus Boppard. Thonet gewann ein gutes Stück Unabhängigkeit, als er diese Leimsiederei 1837 erwarb. > Mehr …

Ulmer Hocker

März 1, 2007 by Henry Jakob Schmidt  
Abgelegt unter Germany, Made in..., Möbel

ulmerhockerDer Ulmer Hocker ist ein 1955 von Max Bill in Zusammenarbeit mit Hans Gugelot entworfenes einfaches Möbelstück. Der für die HfG Ulm entwickelte Ulmer Hocker wurde zum langlebigen und beliebten Produkt, das bis heute unverändert erhältlich ist. »Zwei senkrechte Bretter, ein waagerechtes, die drei fest verzahnt, von einem runden Holzstab unten zusammengehalten«, so beschrieb ein Zeitgenosse das Konstruktionsprinzip des Hockers. Dergestalt ist er Sitz, Beistelltisch, Regal und tragbares Tablett in einem.